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Grüne Stadt

Grüne Stadt

Wir bezeichnen als Wohnquartier Grüne Stadt im Wahlkreis 9 das gesamte Gebiet zwischen Ringbahn und Danzigerstraße und zwischen Kniprode- und der Greifswalder Straße.Bildschirmfoto 2016-08-16 um 16.59.35 Die „Grüne Stadt“ ist genau genommen nur die Wohnanlage zwischen der John-Schehr- und der Anton-Saefkow-Straße, die 1937/38 von der Gemeinnützigen Siedlungsbaugesellschaft Berlin (GSW) nach den Plänen des Architekten Werner Harting errichtet wurde. Da der Krieg die Fertigstellung blockierte, erfolgte diese erst nach dem Ende des von Nazi-Deutschland entflammten zweiten Weltkrieges. Der untere Teil der Wohnanlage „Grünen Stadt“ zwischen Greifswalder und Eugen-Schönhaar-Str. steht als Gesamtanlage unter Denkmalschutz. (siehe hier).

Der erbitterte Widerstand von Wehrmacht und SS gegen die Rote Armee in den letzten Kriegstagen hat entlang der Kniprodestraße eine Schneise der Verwüstung hinterlassen. Die Wohnblöcke entlang der Straße versanken in Schutt und Asche. Die Bebauung zwischen Kniprodestraße und Hans-Otto-Straße ist deshalb eine Nachkriegsbebauung. Dagegen weist das Karree John-Schehr-, Bötzow-, Danziger-, Greifswalder Straße die typische Gründerzeit Bebauung des Bötzowviertels auf. Entsprechend differenziert sind auch die Wohnungsprobleme der Mieter im Kiez. Wobei hier die Eigentümerschaft die entscheidende Rolle spielt.

Wohnen im Kiez

Die vormals kommunale GSW wurde 2004 verkauft und die Käufer der GSW haben die beiden äußeren Blöcke der Grünen Stadt weiterverkauft und die mittleren einer Eigentumswohnungsvermarktung zugeführt. Seit einiger Zeit betreiben die neuen Eigentümer den Verkauf der Wohnungen in der denkmalgeschützten Anlage. Das verbreitet unter den Mietern verständlicherweise Unruhe und Ängste. Aber die Mieter sollten nicht kopfscheu die Flucht ergreifen, sondern sich beraten lassen und solidarisch organisieren. Der Verkauf der Wohnung berührt den Mietvertrag nicht. Viele Käufer sind Anleger, die die Wohnung weiterhin vermietet sehen wollen. Auch Eigenbedarfsklagen von angeblichen oder tatsächlichen Selbstnutzern ist der Mieter nicht rechtlos ausgeliefert. Eine gute Mieterselbstorganisation hilft allen weiter und macht stark.

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Die kommunale Gewobag ist vor allem Eigentümer der Nachkriegsbauten. Sie baut im Kiez derzeit auch neu. An der Ecke Eugen-Schönhaar- / Bernhard-Lichtenberg-Straße errichtet sie ein Wohnhaus mit …. Wohnungen. Preiswert sind diese allerdings nicht. IMG_0086 IMG_0080

Besser sind die Bewohner im Neubauprojekt der Genossenschaft Selbstbau John-Schehr- Ecke Bötzowstraße gefahren. Diese Grundstücke mit dem Bestandshaus an der Ecke hat die Gewobag an die Genossenschaft veräußert. Die Bestandsmieter haben eine für den Kiez sehr günstige Miete, die Neumieter zahlen zwar auch eine relativ hohe Quadratmetermiete, aber diese ist 10 Jahre und mehr unveränderlich. Aus diesem Grund wollen viele Mieter der Gewobag, die derzeit im Prenzlauer Berg von Sanierungsvorhaben betroffen sind, mit „ihrem Haus“ zu einer Genossenschaft wie der Selbstbau eG. fliehen. Das ist ein sicheres Anzeichen, dass in der Berliner Wohnungspolitik etwas grundsätzlich falsch läuft.

Das Wohngebiet ist heute sehr gefragt. Nicht nur weil die Mieten im Bötzowviertel oder im Winskiez galoppieren, sondern weil es durch seine überwiegend relativ aufgelockerte Bebauung und den angrenzenden Anton-Saefkow-Park eine besondere Wohnqualität ausmacht: Mittendrin und doch ein ganzes Stück ruhiger und grüner als sonst im Prenzlauer Berg. Hinzu kommt eine dem Grunde nach gute Ausstattung mit Schulen und Kita. Nunmehr soll mit öffentlichen Fördermitteln die Situation weiter verbessert werden.

Stadtumbaumittel für die Grüne Stadt

Seit dem letzten Jahr ist die Grüne Stadt – lange von der Bezirkspolitik vernachlässigt, wieder in den Blickpunkt gerückt. Formal ist das Wohngebiet zwar schon Bestandteil des Fördergebietes Prenzlauer Berg des Programms Stadtumbau Ost, aber die Fördermittel aus dem Programm flossen immer woanders hin. Der Sinneswandel hängt mit dem Versuch des Bezirks zusammen, Wohnungsneubauflächen zu entwickeln. Die Anwohnerinitiative Thälmannpark forderte, das Gebiet einer städtebaulichen Gesamtbetrachtung zu unterziehen. Dem folgte das Bezirksamt zunächst widerwillig. Dies kam dann aber den Überlegungen entgegen, das Gewerbegebiet an der Ringbahn östlich der Greifswalder Str. auch als Wohnungsneubaufläche zu entwickeln. Das wurde nun angesichts der langfristigen Nutzungsabsichten des Grundstückseigentümers erst einmal ad acta gelegt.

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Im Jahre 2015 wurde ein Vertiefungskonzept für die Grüne Stadt erarbeitet auf dessen Grundlage nun auch hier mit Fördermitteln des Programms Maßnahmen zur Verbesserung der öffentlichen Infrastruktur durchgeführt werden sollen. Im Mittelpunkt stehen die beiden Schulen, Aufwertungen des öffentlichen Straßenraums und die grundlegende Sanierung des Anton-Saefkow-Parks. Dazu gab es bereits mehrere öffentliche Veranstaltungen. Die Anteilnahme der Anwohner ist m.E. noch sehr ausbaufähig. Wenn man die „Fachplaner“ unter sich lässt, wird oftmals – so meine Erfahrung – zu viel Geld für Unnötiges ausgegeben.

IMG_7252Vielleicht können diese Unterlagen, die eine oder den anderen Anwohner/in animieren sich in die Gestaltung des Kiezes Grüne Stadt einzubringen.

Komponistenviertel

Veränderung und Kontinuität

Das Komponistenviertel zeichnet sich durch eine besondere bauliche Vielschichtigkeit aus. Auf dem kaum veränderten historischen Stadtgrundriss dieses Teils von Weißensee, südlich der Berliner Alle zwischen Gürtel- und Indira-Gandhi-Straße gelegen, findet man heute Bauwerke aus unterschiedlichen Bauphasen der letzten 150 Jahre nebeneinander. Es gibt vorstädtische 2-geschossige Landhäuser mit Hofanlagen und Remisen, neben Wohnhäusern mit überwiegend vier Geschossen aus unterschiedlichen Jahrzehnten: die „Charlotte – Siedlung“ aus den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts, die Zeilenbauten aus den 50 und 60er Jahre, die Baugruppen-Neubauten aus den letzten 15 Jahren, zum Wohnen umgenutzte Gewerbebauten und die Eigentumswohnungsanlagen aus jüngster Zeit.

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Ein großer Teil des Komponistenviertels war Teil des 1994 festgesetzten Sanierungsgebietes Weißensee Komponistenviertel. Im Rahmenplan waren die Ziele formuliert. Als im Jahre 2010 das Sanierungsgebiet wieder aufgehoben wurde, hatte sich das Gebiet stark verändert. Einige dem Senat wichtige Ergebnisse sind in der Dokumentation eines Rundgang dargestellt. Ein Schwerpunkt der öffentlich finanzierten Aufwertung war die Sanierung und Neuschaffung von öffentlichen Infrastruktureinrichtungen wie das Kultur- und Bildungszentrum am Antonplatz mit Musikschule, Bibliothek und Volkshochschule, die Sanierung der Picasso-Grundschule, der Neubau der Sporthalle in der Smetanastraße, die Herrichtung der Jugendfreizeiteinrichtung in der Mahlerstraße und die Sanierung und Neuerrichtung von Kitas und Spielplätzen.

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Die staatlich geförderte Aufwertung des Gebietes zog den Anstieg der Mietpreise und sozialen Veränderungen und Verdrängungsprozessen nach sich. Die Bauherrengemeinschaft müssen für ihre Wohnneubauten erhebliche Eigenkapitalbeiträge aufbringen, die sich Berliner mit geringen Einkommen nicht leisten können. Auch Eigentumswohnungen ob in den Pucchinihöfen, den Komponistengärten oder in der Wohnanlage Gounod 47-57 sind für Haushalte mit Durchschnittseinkommen, nicht erschwinglich. – Aber dennoch kann man im Komponistenviertel insbesondere in den Wohnhäusern der Charlottenburger Baugenossenschaft, der Wohnungsgenossenschaft „Weißensee“ eG und der Gesobau auch noch preiswertere Wohnungen finden. Die Gentrifizierung hat zwar aus dem Prenzlauer Berg kommend auch das Komponistenviertel erfasst und verändert, aber dies geschah nicht mit einer solchen Radikalität und Homogenität wie in den Sanierungsgebieten im Prenzlauer Berg.

 

Unverträgliche Nachverdichtung  Bildschirmfoto 2016-08-13 um 00.47.15

Um so mehr scheint es heute geboten die erreichte Qualitäten zu schützen. Das Komponistenviertel ist bei Investoren begehrt. So droht eine renditefixierte Verdichtung, die diese Qualitäten wieder zerstören kann. Hier wäre eine weitsichtige Steuerung des Pankower Bauamts erforderlich. Der „Grüne“ Baustadtrat ist aber eher betonfreundlich. Dass nun ausgerechnet die kommunale Gesobau mit Wohlwollen des Bezirksamtes in der Gounodstraße 25 in zweiter Reihe Ein- und Zweifamilienhäuschen in den grünen Blockinnenbereich betonieren will, ist schon sehr erklärungsbedürftig. Damit verschlechtert man nicht nur die Wohn- und Lebensbedingungen der unmittelbaren Nachbarn aus der Gounod- und der Meyerbeerstr., sondern schafft ein fatales Beispiel für die zukünftige Entwicklung im Komponistenviertel. Der kreative und konstruktive Widerspruch der Nachbarn fand bei Bezirksamt und Gesobau kein Gehör. Mein Antrag in der BVV wurd von der SPD-Grünen-Mehrheit abgelehnt.

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Jahrelanger Leerstand  IMG_0111

Geradezu anachronistisch mutet demgegenüber der seit Jahren andauernde Leerstand im Wohnhaus Meyerbeer- Ecke Smetanastraße an. Auf Grund von Nachfragen von Bürgern ist das Bezirksamt in diesem Jahr endlich aktiv geworden. Das ernüchternde Ergebnis. Es hat den Leerstand bis Ende des Jahres 2016 genehmigt, weil der Eigentümer versichert hat, dass er jetzt endlich das Haus kurzfristig sanieren wolle. (Siehe meine Kleinen Anfragen zum Leerstand in der Smetanastr. 23) Die Unhaltbarkeit dieses Situation erscheint um so drastischer, wenn man sich die Lebensumstände vor Augen führt, in denen Menschen in der nur wenige Schritte entfernten Flüchtlingsunterkunft in einer Sporthalle leben müssen.

 

Andenken an das Jüdische Leben BerlinsIMG_0109

Der südlich am Komponistenviertel angrenzende Jüdische Friedhof ist einer der größten Europas. Ein Gang über den Friedhof wird für den aufmerksamen Besucher zum Gang durch die Berliner Geschichte. „Im Himmel unter der Erde“ heißt ein berührender Film, den Britta Wauer über den Jüdischen Friedhof gemacht hat.

Der Friedhof ist heute ein würdiger Ort der Erinnerung an jüdisches Leben in Berlin. Dagegen ist die Situation am Gedenkstein für die ermordeten Juden des früheren „Arbeitshauses“ in der Smetanastr. 53 unwürdig. Das Haus ist heute ein saniertes Wohnhaus. Der Gedenkstein, der an die Ermordung der letzten jüdischen Bewohner des Hauses erinnert, ist hinter den stets geschlossenen Zaun in Unsichtbarkeit entrückt. Ein unhaltbarer Zustand.

IMG_0122 IMG_0120 Hier befand sich
ein judisches
Arbeitsheim.
1943 wurden
die 180 Insassen
vergast.
Vergesst es nie

 

Gesperrter Spielplatz Solonplatz  IMG_0145

Ein augenfälliger Missstand ist die Situation auf dem Solonplatz. Der Spielplatz ist wegen der fehlenden Verkehrssicherheit der Spielgeräte gesperrt und die gesamte Anlage ist in einem sehr ungepflegten Zustand. Dem Bezirksamt, so Bezirksstadtrat Kirchner, fehlen die Mittel um die Anlage zu sanieren. Das ist schon ein merkwürdiger Kontrast zu den aufwendigen teuren Gehwegvorstreckungen an einer Reihe von Kreuzungen im Viertel.

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Blumenviertel

Gipfel und Riesling vom Prenzlauer Berg

Das Blumenviertel hat sein Namen von den blumigen Straßennamen des Kiezes: Oleander-, Schneeglöckchen-, Maiglöckchen-, Chrysanthemen- und Cyanenstraße. Es wird auch „Blümchenviertel“ genannt. Da der Kiez zwischen dem Gewerbegebiet Storkower Straße und dem Volkspark Prenzlauer Berg in der äußersten östlichen Ecke des Bezirks liegt, wird das Blumenviertel oft nicht als Prenzlauer Berger Kiez wahrgenommen. Dabei befindet sich der höchste Punkt des Prenzlauer Bergs mit 91 m hier und wird hier der Prenzlauer Berger Riesling angebaut.

Baugeschichtliche Vielfalt

Die Bebauungsstruktur ist trotz der geringen Größe des Gebiets sehr heterogen. Zwischen 1927 und 1931 wurde eine Reihe von für die Zeit typisch großzügigen Wohnanlagen am Blockrand errichtet. Diese Wohnhäuser stehen heute als Denkmalensemble zusammen mit dem zur gleichen Zeit errichteten Bürogebäudes (Architekt: Fritz Hambrock) an der Schneeglöckchen- und Oleanderstraße unter Denkmalschutz. Das Amtsgebäude wird von alteingesessenen auch Finanzamt genannt, weil dies wohl für diese Nutzung errichtet wurde. Zu DDR-Zeiten waren dort Gesundheitseinrichtungen aber auch das „Amt für Arbeit und Löhne“ Nutzer. Im Jahre 1990 zog dort eine Treuhandniederlassung ein. Sehenswert ist die Gestaltung des Portals an der Schneeglöckchenstr. 26 mit den zwei blauen Kopfplastiken und einer blauen Uhr.

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  Eine zweite baugeschichtliche Schicht bilden die 4-geschossigen Wohnhäuser der Genossenschaft Zentrum in offener Bauweise, die in den 50er und 60er Jahren errichtet wurden. Für Prenzlauer Berger Verhältnisse wohnt man hier ruhig, sehr grün und relativ preiswert. Eine Einfamilienhaussiedlung,  die sich  am Fuß des Volksparks bis zur Kniprodestraße erstreckt und Kleingartenanlagen komplettieren das idyllische Bild des Blumenviertels.

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Verkehrsplanung eine Zeitbombe?

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Die größte Unsicherheit für die Zukunft das Blumenviertel ist Verkehrsplanung des Landes Berlin. Diese bedrohlichen Planungen des mittleren Stadtringes (A 100) und der Südumfahrung des jüdischen Friedhofs sind nicht neu, sondern schon über 20 Jahre alt. Deshalb hat mancher – so wie ich – sich mit dieser latenten Bedrohung eingerichtet nach der Devise: Keine Panik, Papier ist geduldig, kommt ja sowieso nicht. Nun gibt es allerdings Unruhe, denn mit den diesjährigen Beschlüssen zum Bundesverkehrswegeplan erreicht die Realisierungsplanung der die A 100 den Bezirk Pankow. Der 16. und 17. Bauabschnitt werden zusammengefasst und die A 100 soll damit von Treptow bis zur Storkower Straße geführt werden.

Damit ist die Südumfahrung des Jüdischen Friedhofs nicht vom Tisch. Im Gegenteil, sie gewinnt mit dem Ringschluss der A 100 von der Storkower zur Michelangelostraße und dem geplanten Wohnungsneubau an der Michelangelostraße (1500 bis 2500 Wohnungen ?) als Netzergänzung und Entlastungstrasse ebenfalls an Virulenz.

Das Netzwerk gegen die Verlängerung der A 100 ist eine gute Adresse um sich zu informieren und sich einzubringen. A 100 stoppen!  (http://www.a100stoppen.de/)

 

Der Berg vom Prenzlauer Berg …

… ist 91 m hoch. Er ist ein Schuttberg aus den Trümmern der im zweiten Weltkrieg zerstörten Berliner Innenstadt. Es gab sogar eine Trümmer-Bahn vom Alex bis hierher zur Kippe an der Oderbruchstraße, die deshalb den Namen „Oderbruchkippe“ trug. Ab 1963 wurde die Kippe begrünt und 1969 als Volkspark Prenzlauer Berg, der öffentlichen Nutzung übergeben. Seitdem ist sie für die Bewohner der umliegenden Wohnquartiere in Prenzlauer Berg, Weißensee und Lichtenberg ein beliebtes Naherholungsrefugium. Der Bezirksverband der Kleingärtner feiert hier traditionell sein Drachenfest. Wenn im Winter ordentlich Schnee liegt wird hier gerodelt. Allerdings befindet sich der Volkspark heute in einem traurigen Zustand. Er ist ungepflegt und vermüllt. Und von den seinerzeit angelegten Aussichtsflächen hat der Besucher keine Aussicht, weil sie völlig zugewachsen sind. Für die Bezirksverwaltung hat diese Grünanlage ganz offensichtlich bislang keine Priorität.

 

Riesling a la Prenzlauer Berg

Weinverein-LogoDie jüngste Straßenbenennung im Blumenviertel wurde erst im letzten Jahr (2015) vollzogen. Die neue Straße heißt Am Weingarten. Initiator der Be- und Umbenennung war der Förderverein „Weingarten Berlin“ e. V., der in der angrenzenden Kleingartenanlage „Neu Berlin“ einen Weinschaugarten betreibt und Riesling-Weinstöcke hegt und jedes Jahr hunderte Kilo Trauben erntet. Sie werden in einem Weingut bei Meißen gekeltert. Der Prenzlauer Berg Riesling kommt nicht in den Handel, obwohl bei allen Schwankungen in den Jahrgängen ganz gut schmeckt, wenn man Riesling mag, sondern wird als Rarität an Gäste des Bezirks verschenkt sowie an Freunde und Förderer des Weinvereins abgegeben.

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  • Konzert im Weingarten
    Sonntag, 4. September 2016 um 15:00 Uhr

www.berliner-riesling.de

Bötzowviertel

Gehen – Kommen – Bleiben

Ein Kiez erfindet sich  neu

Das Bötzowviertel erlebte die typischen Veränderung aller Prenzlauer Berger Sanierungsgebiete seit Mitte der 90er Jahre. Mit der baulichen Aufwertung der Wohngebäude und der öffentlichen Infrastruktur vollzog sich eine soziale Umschichtung der Bewohnerschaft. Gentrifizierung ist der Begriff für derartige stadtpolitisch problematischen Veränderungsprozesse, die nach jahrelangen offiziellen Leugnen heute kaum noch jemand abstreitet. Die Sanierung der gründerzeitlichen Wohnblöcke mit den typischen Begleiterscheinungen von stark steigenden Mieten, von Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen und sozialer Verdrängung ist nahezu vollständig durch. Anderseits nahm aber diese zwiespältige Entwicklung im Bötzowviertel nach meiner Wahrnehmung doch einen besonderen Verlauf. Subjektiv betrachtet: In keinem anderen der Prenzlauer Berger Kieze habe ich heute so viele Freunde und Bekannte, die auch schon vor 1990 im Prenzlauer Berg wohnten.

Das mag damit zu tun haben, dass das Bötzowviertel auch in DDR-Zeiten ein beliebtes Wohnviertel war. Denn in einigen Straßenzügen waren hier Qualität und Gebäudesubstanz der Wohnhäuser besser als beispielweise im Winsviertel oder in den Straßen des „LSD-Viertels“ um den Helmholtzplatz. Wer hier eine der großzügigen Wohnungen bewohnt, nahm viel auf sich, um hier bleiben zu können.

Sanierungsgebiet Bötzowviertel 1995 – 2011
Bildschirmfoto 2016-08-18 um 17.50.11Ein anderer Aspekt war vermutlich, dass das Bötzowviertel erst im Oktober 1995 als letztes Prenzlauer Berger Wohnviertel als Sanierungsgebiet festgesetzt wurde. Dabei wurde im Unterschied zu den anderen Quartieren das Sanierungsgebiet in der Abgrenzung stark reduziert, so dass die Hälfte des Bötzowviertels außerhalb blieb. Im Rahmenplan gut erkennbar, blieben bis auf einen Block alle Grundstücke östlich der Bötzowstraße ausgespart. Dieses Vorgehen wurde seinerzeit von den Bürgerinitiativen scharf kritisiert. Aber dem Land Berlin war nach dem überambitionierten Start Anfang der 90er Jahre (mit der Olympia-Bewerbung und anderen Größenwahnprojekten) das Geld ausgegangen.

Als das Sanierungsgebiet Ende Dezember 2011 wieder aufgehoben wurde, waren zwar erhebliche Summen an Fördermittel verausgabt worden, aber dennoch blieb manches Sanierungsziel unerledigt. Das führte zu heftigen Diskussionen, in denen insbesondere die Betroffenenvertretung Bötzowviertel darauf drängte, dass bestimmte Vorhaben noch realisiert werden. So wurde z.B. die neue Jugendfreizeiteinrichtung in der Pasteuerstraße durchgesetzt. Auch die Sanierung des Schulgebäudes der ehemaligen Pasteuer-Oberschule mit dem angrenzenden Sporthallenneubau in der Dietrich-Bonhoeffer-Straße sind Maßnahmen, die Sanierungsziele im Nachgang erfüllen sollen. Dabei spielt die Tatsache eine Rolle, dass das Bötzowviertel zum Stadtumbaugebiet Prenzlauer Berg gehört und auch nach Aufhebung des Sanierungsgebiets Nutznießer von Städtebaufördermitteln ist. Für die Sanierung des Arnswalder Platze hätte der Bezirk Pankow sonst kaum die Mittel aufbringen können. Auf der Web-Seite von SenStadt findet man einen virtuellen Kiezrundgang, der dem Betrachter die Ergebnisse der Stadterneuerung vor Augen führen soll.

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Sporthalle Bonhoeffer-Str. 1. Spatenstich am 18.08.2016

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… mit Buffet

Dass auch nach der Aufhebung weiterhin erheblich Fördermittel in das Bötzowviertel fließen und so zur weiteren Aufwertung beitragen, kann hinsichtlich der sozialen Folgen Bedenken auslösen. Aber gute und funktionsfähige Schulgebäude, Sporthallen oder ein sanierter Arnswalder Platz sind Gemeingüter für alle Bewohner. Die Ursachen der sozialen Verdrängung liegen in der Bodenspekulation und im Immobilienhandel.

Milieuschutzgebiet

Die immobilienwirtschaftlichen Umbruchprozesse mit ihren negativen sozialen Folgen sind im Bötzowviertel wie andernorts in Berlin noch nicht an ihrem Ende angekommen. Dachgeschossausbau und eine zweite  Sanierungswelle mit höheren Ausstattungsstandards und blühender Immobilienhandel mit Wohnungen nicht nur für Anleger sondern auch für Selbstnutzer verändern den Kiez weiter. Der Bezirk hat zwar eine Milieuschutzsatzung für das Bötzowviertel erlassen, aber zu einem ist dieses Instrument nur von begrenzter Wirksamkeit und zum anderen wird es vom Bauamt unter Leitung des BzStR Kirchners nicht konsequent restriktiv angewandt.

Ost-West-Teilung anderer Art

Bei alledem darf nicht übersehen werden, dass Bötzowviertel nicht homogen ist. Es gibt im Bötzowviertel eine „Ost-West-Teilung“ – ebenfalls als Folge des zweiten Weltkriegs, aber nicht auf Grund der politischen Ost-West-Teilung der Welt, sondern weil in den letzten Kriegswochen der östliche Teil an der Kniprodestraße in Schutt und Asche versank. Es gibt ein eindrucksvolles Panorama Bild des Fotografen Fitz Tiedemann von der Ecke Kniprode-/Hufelandstrasse/ Am Friedrichshain, welches die Ausmaße der Verwüstung zeigt.[1] 

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Aus dem Buch zur Ausstellung …

Die Bebauung zwischen Hans-Otto-Straße und Kniprodestr. entstammt dem Wiederaufbau der 1950/60er Jahre und viele dieser Häuser gehören der kommunalen Wohnungsbaugesellschaft GEWOBAG. Der östliche Teil des Kiezes ist auf Grund der andersartigen Baustruktur und der Eigentümerschaft von den gravierenden Verdrängungsprozessen ausgenommen geblieben.

Das Gegenstück sind am westlichen Ende des Bötzowviertel die „Schweizer Gärten“, die seit der Errichtung einer in sich geschlossenen Wohneigentumsanlage „Prenzlauer Gärten“ heißen.

Bleiben – Gehen – Wiederkommen

71-103594289--null--08-08-2016-20-55-38-424-Eine langjährige Bewohnerin des Bötzowviertels, die Autorin Anett Gröschner, hat ihre Vertreibung aus dem Kiez öffentlich verarbeitet: Entmietung, Entwurzelung und Vertreibung. Oft ist das Gegangen-werden nicht nur ein Wegzug, sondern verbindet sich mit einem emotionalen Bruch mit dem Kiez, der nicht mehr der alte ist. Mein Bötzowviertel ist nicht Dein Bötzowviertel – könnte man in Abwandlung eines Spruchs von Annett Gröschner formulieren.

IMG_7321Ein anderer alter Bekannter hat in einer Spiegel-Kolumne (Alexander Osang, Leitkultur: Wilde Pferde, Spiegel 19/2016) erzählt, wie er am 1. Mai 2016 mit dem Tennisschläger in der Hand durch das Mai-Fest der LINKEN an der Bötzow-Eiche zu den Tennisplätzen jenseits der Straße Am Friedrichshain spazierte. Er machte sich so seine Gedanken, über seinen nicht proletarischen Freizeitsport am Kampftag der Werktätigen. Alexander ist nach seinem langen New York – Aufenthalt in den Kiez zurückgekommen.

Ein anderer Bötzowviertel-Rückkehrer ist Harf Zimmermann. Allerdings erst einmal nur mit seinem Atelier in die Hans-Otto-Straße. Harf Zimmermann hat vor einigen Jahren ein interessantes Fotografie-Projekt über die Hufelandstraße realisiert. Bei dem er Fotos aus den 80er Jahren (Diplomarbeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig), als er hier wohnte, Fotos aus dem Jahr 2009 mit den gleichen Motiven gegenüberstellte. „Hufelandstrasse | Berlin | 1055“. Es geht nicht nur um den Wandel der Gebäudefassaden und die Schließung mancher kriegsbedingter Lücke, sondern um die Veränderung in der Nachbarschaft. Früher war nicht alles besser, aber vieles sehr anders.

Pro Kiez

IMG_0137Im Botzowviertel gibt es seit Jahren eine bemerkenswert aktive Nachbarschaft. Im Kiezverein Pro Kiez Bötzowviertel eV engagieren sich angestammte und zugezogene Kiezbewohner gemeinsam für die Belange ihres Kiezes. Die GärtnerInitiative Arnswalder Platz pflegt seit Jahren in enger Zusammenarbeit mit dem Grünflächenamt den Arnswalder Platz und bringt sich derzeit aktiv in dessen Neugestaltung ein.

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IMG_7332Der ehrenamtliche Betrieb der Kurt-Tucholsky-Bibliothek die außerordentliche Leistung der Bürger des Bötzowviertels. Dieses Engagement hat etwas ermöglicht, was mir als seinerzeit zuständiger Bezirksstadtrat mangels finanzieller Mittel und die politischen Mehrheiten nicht gelungen ist. In der Folge bemühte ich mich als Stadtrat die ehrenamtliche KTB vor  Angriffen aus Pankow und aus anderen Bezirken zu schützen.
Daraus ist zu lernen, dass alle Politiker, auch die wohlmeinendsten, unter politischen und finanziellen Rahmenbedingungen handeln. Diese sollten allerdings nicht die Maßstäbe für das Handeln der Bürger sein, wenn sie Gemeininteressen verfolgen, die mit diesen Rahmenbedingungen kollidieren. So kann man Rahmenbedingungen ändern.

Wir waren uns seinerzeit einig, dass die ehrenamtlich betriebene Bibliothek nur das Überleben der KTB sichern sollte, bis sich die Ausstattung der Bezirke mit finanziellen Mitteln für Kultur und Bildung wieder bessere. Die finanzielle Situation des Bezirks Pankow hat sich erheblich verbessert, aber die Lage der KTB nicht. Angriffe auf die KTB als Bibliotheken im Verbund der öffentlichen Bibliotheken (VÖB) gibt es weiterhin. Es ist höchste Zeit, dass sich hier etwas ändert.

 

 

[1] So weit kein Auge reicht. Berliner Panoramafotografien aus den Jahren 1949 – 1952. Aufgenommen von Fritz Tiedemann. Rekonstruiert und interpretiert von Arwed Messmer. Katalogbuch zur gleichnamigen Ausstellung in der Berlinischen Galerie. 2.11.2008 – 16.2.2009. Berlinische Galerie / DuMont Verlag, Berlin / Köln. 2. Aufl. 2009.

 

Alter Schlachthof

Schwein gehabt – Alter Schlachthof

Das Wohngebiet „Alter Schlachthof“ ist jung. Es entstand erst in den 2000er Jahren auf dem Betriebsgelände des ehemaligen VEB Fleischkombinats Berlin (FKB). „Zentralviehhof“ – wie die Berliner sagten, zumal die S-Bahnstation bis Mitte der 70er Jahre so hieß. 1990/91 erfolgten die Privatisierung des Betriebes und die umgehende Stilllegung. 1993 wurde das Gelände Teil der Olympiaphantasien der Berliner großen Koalition: Hier sollte das Medienzentrum von Olympia 2000 entstehen. Nach dem blamablen Aus für die Berliner Olympiabewerbung wurde das Gelände in die kaum weniger illusionäre Stadtentwicklungsplanung der CDU-SPD-Koalitionäre einbezogen. Das Gelände wurde als Entwicklungsgebiet festgesetzt und der neugegründeten Stadtentwicklungsgesellschaft Eldenaer Straße (s|es) das Gelände treuhänderisch zur Entwicklung übertragen. Sie hatte die Aufgabe das Gebiet zu beplanen, baureife Grundstücke zu entwickeln und zu vermarkten. Da sich rasch zeigte, dass die hochtrabenden Wachstumsprognose wenig realitätstauglich waren und die Entwicklungsgesellschaften die kalkulierten Bodenpreise zur Refinanzierung der Entwicklungskosten nicht werden erzielen können, begann der Senat Ende der 90er Jahre die Bebauungsziele für alle Entwicklungsgebiete zu reduzieren und den Entwicklungszeitraum zu strecken.

Das Entwicklungsgebiet Eldenaer Straße hatte Schwein, denn auf Grund von Komplikationen bei Bodenordnung verzögerte sich hier die Entwicklung erheblich, so dass ihm bestimmte Fehlentwicklung anderer Entwicklungsgebiete erspart blieb. Als im Jahre 2003 die neue rot-rote Regierung endgültig die Notbremse zog und den geordneten Ausstieg aus den Entwicklungsgebieten bis zum Jahre 2006 beschloss, war hier noch nicht all zu viel Irreparables in den Sand gesetzt worden. (offizielle Bilanzbroschüre des Senats)

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Schichtungen des Immobilienmarktes

Während heute Besucher im Angesicht der 3-geschossigen Stadthäuschen fragen, wie man mitten in der Stadt so verschwenderisch mit Boden umgehen könne, sagen sich die Eigentümer der „Townhouses“ im „Alten Schlachthof“: Schwein gehabt. Als die hohen Entwicklungserwartungen geerdet waren, propagierten Senator Strieder und der Senatsbaudirektor Stimmann das Townhouses für den neuen Stadtbürger. Die Bebauung des Friedrichswerder in Mitte wurde zum Vorzeigeprojekt. IMG_0035Im Entwicklungsgebiet Eldenaer Straße gab es die Townhouses für den kleineren Geldbeutel.

An der Wohnbebauung im Gebiet Alter Schlachthof kann man die Entwicklung auf dem Berliner Immobilienmarkt in den letzten 15 Jahren gut ablesen. Townhouses, Loft-Wohnungen in vormaligen Gewerberäumen, frei finanzierte Miet- und Eigentumswohnungen im Geschosswohnungsbau mit zunehmenden Ausstattungsstandard.

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Die in der Vermarktung befindliche Eigentumswohnungsanlage „Mein Prenzelhain“ an der an der Hermann-Blankenstein-Straße zwischen Thaer- und Richard-Ermisch-Str. setzt einen fetten Schlusspunkt für die Wohnbebauung. – Schwein gehabt Alter Schlachthof, die Bebauung wäre bei einer anderen Marktlage im letzten Jahrzehnt sehr viel dichter und massiver ausgefallen.

IMG_0126Prenzlhain – mit Protesten, Juni 2016

Ungemach droht vom Rand

Von zwei Vorhaben am Rande drohen dem Wohngebiet Alter Schlachthof aktuell erhebliche Belastungen. Für das Einkaufs- und Kongresszentrum an der Landsberger Allee gibt es die ersten Baugenehmigungen. (siehe hier) Sicher kann man sich an dieser Stelle eine für das Wohngebiet nützlichere Nutzung vorstellen. Aber das Grundstück wurde bereits mehrfach verkauft und es besteht auf der Grundlage eines B-Planes aus dem Jahre 2003 dem Grunde nach auch Baurecht für eine derartige massive gewerbliche Nutzung. Dennoch kann die Antwort von Baustadtrat Kirchner auf meine Kleine Anfrage, dass auch hinsichtlich der verkehrliche Erschließung alles bedacht und geklärt sei, nicht überzeugen.

Eine Initiative von Anwohner lässt sich aber von alldem nicht entmutigen und streitet für eine andere, dem Gemeinwesen dienliche Nutzung. Nicht noch ’n Shoppingcenter, sagen sie, denn die Stadt gehört doch uns. Sie haben schon viel erreicht. Am 25.Januar 2017 hat die BVV einen von der Bürgerintiative initierten Antrag der eine Überprüfung der Planungsziele des B-Planes IV – 2a fordert mit großer Mehrheit beschlossen.

Hinzukommt das Projekt 17. Bauabschnitt A 100. Vermutlich habe viele Bewohner auf dem Alten Schlachthof noch gar nicht erkannt, dass eine Realisierung dieses Vorhabens auch für ihr Wohngebiet erhebliche negative Auswirkungen haben wird. Die A100 soll östlich des S-Bahnhofes in die Storkower Straße münden, wobei der Hautstrom des ankommenden Autoverkehrs über die Storkower in Richtung Landsberger Allee fließen soll. Das hat nicht nur Auswirkungen auf die Kreuzungen Thearstraße/Storkower und Storkower/Landsberger über die ja auch der Hauptteil des Besucher- und Lieferverkehrs des Einkaufs- und Kongresszentrums fließen soll. Es ist auch mit einer erheblichen Zunahme der Umgehungsverkehre, die die Kreuzung an der Landsberger Allee meiden wollen, zu rechnen.

Bislang war die SPD in Sachen A 100 nicht zu stoppen. Wenn es mit den kommenden Wahlen gelänge endlich die A 100 in Treptow zu stoppen, wäre das auch gut für das Wohnviertel Alter Schlachthof.

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Das Netzwerk gegen die Verlängerung der A 100 ist eine gute Adresse um sich zu informieren und sich einzubringen. A 100 stoppen!  (http://www.a100stoppen.de/)